Mein Grund für meinen Job

“Ich liebe meinen Job”. Wer von uns kann das guten Gewissens behaupten? Jeder Mensch übt seinen Beruf aufgrund einer oder mehrerer Motivationen aus. Der oder die Gründe, warum man sich für diesen einen Job entschieden hat. Wenn ich mein bisheriges Arbeitsleben und meine Motivation zu den jeweiligen Jobs Revue passieren lasse, gibt es eigentlich nur zwei, an die ich mich erinnere. 

Eine dieser zwei großen Gründe war für sehr lange Zeit eindeutig der Verdienst. Mir war der Job im weitesten Sinne ziemlich egal, Hauptsache das Geld stimmte. Diese Arbeitsstelle zu lieben oder nicht, war zweit- oder drittrangig. Wie viel Zeit oder Kraft ich aufwenden musste, war auch nicht wichtig. Ich habe also meine Zeit und Kraft gegen das Geld eingetauscht. 

Ich war mit diesem Umstand eigentlich auch meist ganz zufrieden, bis mein Körper darunter zu leiden begann. Dann änderte sich alles von Grund auf. Meine Gesundheit war auf einmal wichtiger geworden, als das gute Geld. Und deswegen mache ich auch diese Ausbildung zum E-Commerce Kaufmann. Genau auf diese beiden Gründe will ich näher eingehen.

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Mehr Geld verdienen

Seit meinem ersten Einstieg ins Arbeitsleben hat sich alles mehr oder weniger um das Geld gedreht. Unabhängig davon, welchen Job ich auch angetreten habe, war meine primäre Frage: Wie viel verdiene ich? Auch bei der Wahl meiner Lehrstelle. Ich hatte schon eine feste Zusage einer Tischlerei, wo ich meine Lehre als Tischler beginnen wollte. 

Eine Woche zuvor traf ich einen Freund. Im Laufe des Gesprächs fragte er mich, ob ich nicht die Lehre in seiner Firma zum KFZ-Mechaniker antreten wolle. Als ich erfuhr, dass man als Tischler-Lehrling weniger verdiente, war meine Entscheidung gefallen. Ich sagte in der Tischlerei ab, hatte ein Vorstellungsgespräch in der KFZ-Werkstatt und begann die Lehre. Obwohl ich sehr gerne mit Holz gearbeitet hätte, war mir das Geld damals schon wichtiger als die Freude an der Arbeit.

Später bin ich draufgekommen, dass meine Wahl falsch war. Ich habe die Lehrzeit zwar bis zum Schluss absolviert, habe aber die Gesellenprüfung nicht bestanden. So kam es, wie es kommen musste. Ich habe in weiterer Folge in vielen Firmen als Hilfskraft gearbeitet, aber nur selten echte Freude zum jeweiligen Job entwickeln können.

Die Motivation war in fast jeder Tätigkeit, das verdiente Geld. Durch meine sportliche Karriere als Amateurfußballer, die über 20 Jahre gedauert hat, habe ich natürlich immer wieder körperliche Probleme bekommen. Hauptsächlich Rücken- und Knieprobleme, was mir dann im Endeffekt den Weg zum E-Commerce Kaufmann ebnete.

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Freude und Zufriedenheit im Job

Nun bin ich ja mitten in einer Ausbildung zum E-Commerce Kaufmann mit Lehrabschluss. Natürlich ist es keine leichte Entscheidung gewesen, eine 18-monatige Umschulung anzutreten. Irgendeiner Arbeit nachzugehen wäre natürlich auch mit meinen körperlichen Beschwerden möglich gewesen. Meine und die Existenz meiner Familie zu sichern, hätte ich sicher geschafft. Aber zu welchem Preis?

Deshalb die bewusste Entscheidung, lieber etwas Neues zu erlernen. Ich wusste, es wird sehr lange dauern und ich werde viele neue Dinge hören und verstehen müssen. Aber das ist es mir wert, weil sich meine Motivation und mein Grund für die Jobsuche geändert hat. Jetzt ist Gesundheit und Zufriedenheit wichtiger als das Geld. 

Ich bin mir sicher, durch den Abschluss der Ausbildung und durch die Qualifizierung, die ich erhalte, werde ich mehr Zufriedenheit und Freude in meinem nächsten Job erhalten. Vielleicht ist das kitschig und naiv gedacht, aber soweit ich das beurteilen kann, ist das auf jeden Fall so. Bedenkt man den Mangel an Fachkräften und die Wichtigkeit von Digitalisierung, hoffe ich, gute Chancen am Arbeitsmarkt zu haben.

Ich wünsche jedem Arbeitnehmer, Freude an seinem Job zu haben. Denn das ist für mich einer der wichtigsten Gründe für ein angenehmes Arbeitsleben. Hast Du Dir diese Frage auch schon gestellt? Wieso mache ich meinen Job? Wenn ja, würde ich mich freuen, wenn du mir deine Antwort in den Kommentaren, ganz unten auf dieser Seite  schreibst.

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